• Katja Schoißengeyr

Zimt – nicht einfach nur ein Gewürz

Aktualisiert: 22. Jan 2019

Ich freue  mich jedes Jahr wie ein Kleinkind auf die Weihnachtszeit und bin ein absoluter Weihnachtsfreak. Ich liebe diese besinnliche Zeit und sie ist auch mit Ostern und Pfingsten eines der wichtigsten Feste im Kirchenjahr. Egal ob Christ oder nicht Christ, die Geburt von Jesus wird meistens als Familienfest mit den verschiedensten Bräuchen gefeiert und hat somit einen ganz besonderen Stellenwert für viele Menschen da draußen.

Ich stimme mich in diese wundervolle Zeit meistens mit Backen, jeder Menge Weihnachtsdekoration und natürlich Weihnachtsliedern ein. Ein Gewürz das für mich in der Adventszeit absolut nicht fehlen darf ist Zimt. Das kommt bei mir in den Porridge, ins Apfelmus, in den Smoothie, zu den Keksen, in den Milchreis, den Bratapfel und einfach überall hinein. Am besten ist es wenn auch noch das ganze Haus danach riecht,  dann weis jeder das wir nun offiziell die Weihnachtszeit gestartet haben.



Vor einigen Tagen habe ich etwas mit meinen Smoothies experimentiert und habe den ultimativen Lebkuchensmoothie kreiert und dazu noch leckere Zimtschnecken gebacken. Die Rezepte möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten, ihr werdet sie am Ende dieses Beitrags finden, denn vorher möchte ich euch noch einiges über unser „Wundergewürz“ Zimt erzählen.


Zimt ist ein sehr altes Gewürz und trotzdem Wissen viele nichts von seiner heilenden Wirkung, die er hat. Zimt wird aus einem Baum, genauer gesagt aus der Rinde, des Baumes, gewonnen. Die Bäume werden ziemlich groß, angeblich bis zu zehn Meter und stammen ursprünglich aus Sri Lanka. Es gibt zwei bekannte Zimtarten, die man so aus dem Handel kennt. Der Cassia-Zimt, der als der chinesische Zimtbaum genannt wird und der Ceylon-Zimt, der als echter Zimtbaum bekannt ist und der aus Sri Lanka oder Asien ist. Vielleicht hat schon jemand von euch die beiden Zimtarten probiert und hat einen leichten Unterschied im Geschmack erkannt. Der Ceylon-Zimt schmeckt etwas süßlicher als der Cassia-Zimt, der eher bitter ist. Manchmal kann man auch ziemlich deutlich erkennen, dass der Ceylon-Zimt, in gemahlener Form etwas heller aussieht. Die meisten von euch Wissen, dass Zimt ein Gewürz aus der Rinde ist, aber wie genau sie gewonnen wird nicht. Auch ich hab lange nicht gewusst wie Zimt eigentlich „hergestellt“ wird. Ich dachte mir immer dem Baum werden die Äste abgeschnitten und diese sind dann die Zimtstangen. Aber tatsächlich ist es so, dass die jungen Triebe geschält werden und die innere Rinde dann getrocknet wird. Beim Trocknen rollt sie sich zusammen und so entsteht die typische Zimtrinde. Beim chinesischen Baum wird die Innenrinde von größeren Bäumen verwendet, deshalb ist sie auch etwas dunkler und eben herber im Geschmack.

So aber jetzt zur Wirkung des Zimtes. Also als erstes muss man sagen, dass hier der echte Zimt, also der Ceylon-Zimt einfach intensiver und wirkungsvoller ist und man eher den verwenden sollte. Er enthält viele ätherische Öle, die zum Beispiel wärmend und entkrampfend wirken. Für Frauen bedeutet das, dass er zum Beispiel während der Menstruation, unterstützend und für Linderung von Krämpfen sorgen kann.

Zimt wirkt auch verdauungsfördernd. Das heißt, dass die Verdauungssäfte zur Ausschüttung angeregt werden und dies bewirkt einen besseren Ablauf der Verdauung und unterstützt so den Magen-Darmtrakt. Außerdem wirkt er gegen Blähungen, Durchfall oder Übelkeit. Zimt gehört zu den wunderbaren Gewürzen, die die Eigenschaften haben antibakteriell, pilztötend und entzündungshemmend zu wirken. Diese Eigenschaften lassen sich auch auf den Magen-Darmtrakt zuteilen. Also wirklich perfekt für die üppige Weihnachtszeit, wo der Darm vor lauter Weihnachtsschlemmereien eindeutig genug zu tun hat.


Was natürlich im Winter auch oft vorkommt sind Husten oder Erkältungen, auch da kann ich den Zimt nur empfehlen. Am besten ist ein eine Tasse warme Milch mit einem Teelöffel Zimt und je nach Geschmack etwas Honig dazu. Wenn man recht verschleimt ist, sollte man Milchprodukte aber eher vermeiden, da sie verschleimend wirken und so den Heilungsprozess verlangsamen können. Man kann sich aber mit Pflanzenmilch abhelfen oder einfach einen Zimttee aus einer zerstoßenen Zimtstange machen.

Das Zimtöl kann natürlich auch (äußerlich) angewendet werden, aber bitte nie das ätherische Öl unverdünnt auf die Haut auftragen. Immer mit etwas Öl vermischen, zum Beispiel herkömmliches Olivenöl, das man meistens zu Hause hat. Dann kann es zum Beispiel auf die Fußsohle aufgetragen werden und wirkt so gegen Erkältungen. Schwangeren oder Kindern rate ich aber von den Ölen ab, hier lieber den Zimt zum Würzen verwenden. In der Schwangerschaft soll man den Zimt sowieso eher in Maßen genießen, da er eine wehenfördernde Wirkung hat. Also auch wenn der Guster noch so groß ist lieber nicht zu viel Spekulatius und Lebkuchen aufeinmal. (Generell gilt übrigens bei ätherischen Ölen, NIE unverdünnt direkt auf die Haut. Die meisten ätherischen Öle können da zu Hautreizungen führen.) Super bei Erkältungen ist auch das Inhalieren, dazu einfach ein paar Tropfen vom Zimtöl in das erhitzte Wasser geben.

Dem Zimt wird auch nachgesagt, dass er die Fettverbrennung ankurbelt und so beim Abnehmen helfen kann. Gut zu wissen aber in der Weihnachtszeit definitiv nicht relevant, deshalb geh ich da jetzt auch gar nicht näher drauf ein.

Nun zu meinem Lebkuchensmoothie. Ich verwende hier ein Lebkuchengewürz welches ich selbst zusammengestellt habe. Ihr könnt aber auch einfach eines kaufen. Die gibt es bei verschiedensten Gewürzherstellern. Am besten ist der Smoothie übrigens warm.

Rezept für den Lebkuchensmoothie:

– 1 TL Lebkuchengewürz

– 1 Dattel

– eine halbe Banane

– 3 Walnüsse

– 5  Mandeln

– 1 TL Leinsamen

– 40g Haferflocken

– 150ml warme Dinkelmilch


Rezept für die Zimtschnecken:

– 42g Hefe (1 Würfel)

– 600g Dinkelmehl

– 400ml Buttermilch

– Vanille aus der Schote

– 100g Kokosblütenzucker

– 100g Butter

– eine Prise Salz

– 2 TL Zimt, 2 TL Zucker und einen Apfel für die Füllung

Zuerst die Butter und die Buttermilch lauwarm erwärmen und darin die Hefe auflösen, dann Zucker und die restlichen Zutaten hinzugeben und kneten bis es ein Teig wird. Den Teig dann eine Stunde gehen lassen, danach ausrollen und mit der Zimt und Zuckermischung bestreuen und den Apfel klein geschnitten darüber geben. Zusammenrollen, in 2 cm breite Stücke schneiden und in eine Backform geben. Darin nochmal eine Stunde gehen lassen. Dann ab in den Ofen bei 180 Grad.


Ich hoffe die Leckereien schmecken euch genauso gut wie mir 📷

Ich wünsche euch einen schönen Start in die Weihnachtszeit.

Alles Liebe

Eure Katja

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