• Katja Schoißengeyr

Kokosblütenzucker und (veganes) Bananenbrot

Aktualisiert: 22. Jan 2019

Immer wieder wenn ich mein herrlich duftendes Bananenbrot backe, werde ich gefragt was das denn für ein leckerer Kuchen sei. Wenn ich den Leuten dann sage, dass er vegan ist und keinen raffinierten Zucker enthält, sehe ich meistens einige Fragezeichen in den Gesichtern.

Fakt ist ich verwende Zucker für mein Bananenbrot, aber halt Kokosblütenzucker. Viele von euch fragen sich jetzt vielleicht, was das denn genau ist, wo der Unterschied zu normalem Haushaltszucker liegt und ob es denn wirklich gesünder ist?  Wie bei allen Dingen im Leben gibt es Vor- und Nachteile, auch von diesem, noch so unbekanntem Zucker. Und die möchte ich euch im folgenden Beitrag etwas erläutern.



Also als erstes gehört mal gesagt, dass alles was süß schmeckt auch meistens Zucker enthält. Eine Ausnahme bei den natürlichen Süßungsmitteln ist hier nur Stevia. Also wenn man abnehmen oder ganz auf Zucker verzichten will ist es egal von wo der Zucker jetzt genau her ist. Denn es ist Zucker, und dann sollte man ihn lieber einfach ganz weg lassen.

Was aber einfach positiv, und damit um einiges besser ist, als beim herkömmlichen Rübenzucker, ist der glykämische Index und die Tatsache, dass sich einige Spurenelemente und Mineralstoffe, ja sogar natürliche Antioxidantien im Kokosblütenzucker verbergen.  Der glykämische Index liegt nämlich bei weitem unter dem des Zuckers aus der Rübe oder dem Rohr. (Kokosblütenzucker 35; Haushaltszucker 65) Dies macht einen langsameren und vor allem gleichmäßigen Anstieg des Blutzuckerspiegels und verhindert somit auch Blutzuckerspitzen und Heißhungerattacken. Er sorgt also auch für eine langsamere Energieausschüttung und sättigt länger. Durch die tolle Eigenschaft des niedrigen glykämischen Indexes können sich sogar Diabetiker darüber freuen, diesen Zucker verwenden zu dürfen und natürlich senkt er auch das Risiko überhaupt Diabetes zu bekommen. Aber meine Lieben, auch hier zählt wie bei so vielen Dingen, „Die Menge macht das Gift“!

Was mich auch immer wieder überzeugt ihn für meine Bäckereien zu verwenden ist die Tatsache, dass er einiges an Mineralstoffen und Spurenelementen enthält. Dazu zählen zum Beispiel Eisen, Magnesium, Kalium und Zink. Also wer Zucker in seinem Kuchen oder Gebäck will, das man ja ohnehin nicht jeden Tag isst, hat mit der Auswahl des Kokosblütenzuckers definitiv eine bessere Wahl getroffen und kann es mit gutem Gewissen genießen.

Ich werde auch oft gefragt, ob der Zucker denn nach Kokos schmeckt. Dazu kann ich euch sagen, Nein tut er nicht! Ich finde man kann ihn vom Geschmack her am ehesten mit braunem Zucker vergleichen. Wie er im Kaffee, Tee oder sonstigen Getränken schmeckt kann ich euch leider nicht sagen, weil ich generell Zucker wirklich ausschließlich zum Backen verwende und auch da versuche ich so wenig wie möglich reinzugeben und ihn so gut es geht zu ersetzen.


Falls ich euch mit meinem Beitrag dazu angeregt habe, euch einen derartigen Zucker zuzulegen, freut es mich riesig und ich möchte euch noch Tipps für den richtigen Kauf eines Kokosblütenzuckers geben. Also ich finde es wichtig darauf zu achten, dass er aus biologischem Anbau kommt, um die Pestizidmenge möglichst gering zu halten. Weiters achte ich immer darauf, dass er aus einer nachhaltigen Produktion stammt. Die nachhaltigen Produktionen schonen den Regenwald vor Abholzungen, während die nicht nachhaltigen Kokosblütenzuckerhersteller meistens ihre Plantagen auf abgeholzten Regenwäldern haben. Ein ganz ganz wichtiger Punkt ist für mich auch, dass die Palme für die Zuckergewinnung nicht gefällt werden muss, da dies unglaulich viel Fläche verbrauchen würde und man für die Gewinnung des Zuckers eigentlich auch nur die Knospe benötigt aus der man dann den Nektar gewinnt und somit den Zucker.

So ich hoffe ich habe euch angeregt was neues zu probieren und würde mich freuen wenn ihr eure Rezepte oder Erfahrungen mit uns teilt. Ihr könnt dies gerne unten in den Kommentaren tun oder uns natürlich persönlich schreiben.

Hier ist noch das Rezept für meiner Meinung nach das beste und flaumigste Bananenbrot überhaupt.

Die Zutaten werden einfach miteinander vermengt und in eine Kastenform gegeben, um anschließend bei 180 Grad gebacken zu werden.


Viel Spaß beim Nachbacken.

Eure Katja <3


Zutaten:

4 reife Bananen

80g Sonnenblumenöl

75g Kokosblütenzucker

250g Dinkelmehl

ein halbes Päckchen Backpulver

50g Zartbitterschokolade (vegan)



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